kindergartenplatz in NZ – so geht’s

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Jenny vom Weltwunderer-Blog fragte mich neulich: „Moment mal – wie findet man in Neuseeland für 10 Wochen einen Kindergartenplatz?“

Wie meistens hab ich es einfach probiert. Ich habe „Napier kindergarten“ gegoogelt und zwei Anlaufstellen gefunden: Die städtische Napier Kindergarten Association und den privaten Anbieter Kidicorp, der in ganz Neuseeland rund 250 Einrichtungen mit verschiedenen Schwerpunkten betreibt.

03_kindypicBeide habe ich angemailt, um herauszufinden, ob es grundsätzlich möglich ist, für 10 Wochen einen Teilzeitplatz zu bekommen. Bei beiden war die grundsätzliche Aussage: Ja, das geht. Praktischerweise fiel unsere Zeit in Napier mit dem kindergarten term zusammen, der von Ende Januar bis Mitte April geht (das Schul- und Kindergarten-Jahr in NZ ist in vier terms unterteilt, die immer grob 10 Wochen dauern, woran sich 2 Wochen Ferien anschließen).

Beim städtischen Kindergarten hätte ich Monate im Voraus einen Vertrag machen können, aber ich habe ein bisschen gepokert und auf den privaten spekuliert, denn im städtischen wäre es unabdingbar gewesen, das Kind von 8.30 morgens bis mittags oder zum frühen Nachmittag anzumelden (4 oder 6 Stunden) und das wollten wir nicht. Kein Morgenstress in der Auszeit! Das war ganz wichtig. Und das Pokern ging auf: Mitte Januar, also 10 Tage bevor wir  in Napier ankamen, bekamen wir die Zusage für einen Platz in einer Kidicorp-Einrichtung. Sahnehäubchen 1: Die Einrichtung war in Sachen Zeiten völlig flexibel. So brachten wir die Kleine immer direkt nach Frühstück und morgendlichem Schlumpf-Programm, also um 11.30 Uhr :-) hin und holten sie um 15.30 wieder ab.

Sahnehäubchen 2: Das ganze kostete uns keinen Dollar. In Neuseeland gibt es nämlich das Programm 20 Hours ECE, (ECE steht für Early Childhood Education), das 20 Stunden Betreuung in entsprechenden Einrichtungen fördert. Erstaunlicherweise galt das auch für uns non-residents, denn die Förderung geht an die Einrichtung, die sich dem Programm angeschlossen hat und ist unabhängig von irgendeinem Status des Kindes. Das fanden wir schon echt cool.

07_kindypicFür die Anmeldung mussten wir ein mehrseitiges Formular ausfüllen, ähnlich dem Papierkram in Deutschland, mit den üblichen Stammdaten, Informationen zum Gesundheitszustand und diversen Einverständniserklärungen. Der Haussitter zuhause war gefordert, ihre Geburtsurkunde und den Impfpass zu scannen und an uns zu mailen – sowas sollte man also in Kopie dabeihaben, wenn man sein Kind im neuseeländischen Kindy anmelden möchte. Mehr brauchten wir nicht.

Warum haben wir die Lütte überhaupt in den Kindy gegeben? Nun, wir wollten ihr ein bisschen Kontakt zu Kindern und uns ein wenig kinderfreie Zeit gönnen. Was sie dort alles erlebt hat und wie sie klarkam, darüber schreibe ich in absehbarer Zeit einen eigenen Beitrag. Also: stay tuned.

 

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4 Kommentare

  1. Pingback: Weltwunderer-Bloginterview Nr. 14: Ein Heim auf Zeit in Neuseeland | weltwunderer

  2. Danke für die tollen Informationen. Wir haben zwar noch etwas Zeit, weil unser Kleiner Mann noch sehr klein ist, aber dennoch ist es ja gut zu wissen, an wen man sich wenden kann. Vielen Dank dafür.